Psychoneuroimmunologie oder warum ein guter Freund wichtiger ist als gute Gene

Heute möchte ich dir etwas über das relativ junge Forschungsgebiet der Psychoneuroimmunologie berichten. Die Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nerven- und Immunsystem.

Einsamkeit als Risikofaktor für Erkrankungen

Lange weiß man eigentlich schon um die immuntoxische (d.h. schädliche) Wirkung der Einsamkeit, vor allem im Alter. So steigt das Risiko an Diabetes mellitus, koronarer Herzerkrankung oder Depressionen zu erkranken signifikant, wenn man sich allein fühlt. Das Gefühl der Einsamkeit können wir jedoch auch in einer Partnerschaft empfinden und anders herum bedeutet allein leben nicht automatisch, dass wir uns einsam fühlen. In feindseligen Beziehungen zu leben hinterlässt dauerhaft erhöhte Stresshormone.

Chronischer Stress = dauerhaft erhöhte Kortisolspiegel

Unser Körper kann mit punktuellem Stress in schwierigen Situationen gut umgehen, ist aber nicht auf dauerhaften Stress mit Gefühlen der Unsicherheit und Ablehnung ausgerichtet. Wenn wir in einer dauerhaft ,,stressigen“ Umgebung leben oder groß werden, kommt es zu einer chronischen Aktivierung des Kortisolspiegels, welcher wiederum unser Immunsystem beeinflusst, zu chronischen Entzündungen, Gewichtszunahme und anderen körperlichen Erkrankungen führen kann. Chronisch belastete Menschen entwickeln daher im Verlauf häufig eine Kortisolresistenz ähnlich einer Insulinresistenz wie sie von Menschen mit Diabetes mellitus bekannt ist. Unser psychisches Empfinden ist eng mit Entzündungsvorgängen im Körper verknüpft, dies konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Dabei gilt Beziehungsstress als höherer Risikofaktor für Erkrankungen als Arbeitsstress.

Wusstest du, dass wenn ein Mann verheiratet ist, dies seine Gesamtmortalität (Sterblichkeitsrate) senkt? Hingegen ist die Ehe für die Frau diesbezüglich kein Vorteil.

Die Wichtigkeit sozialer Beziehungen beim Erhalt deiner Gesundheit

Noch vor dem individuellen Gesundheitsverhalten und der individuellen Genetik, spielt die größte Rolle für ein langes und gesundes Leben, die soziale Integration und die soziale Unterstützung. Dabei ist es nicht so wichtig wie viele soziale Kontakte du pflegst – Qualität geht hier vor Quantität. Wenn wir uns gesehen, gehört, verstanden und aufgehoben fühlen, hat dies positive Auswirkungen auf unser Stressempfinden. Auch bei bereits bestehenden Erkrankungen ist sozialer Support in Form von z.B. Selbsthilfegruppen immens wichtig. Körperliche Aktivität hat ebenfalls einen wesentlich immunregulierenden Effekt.

Inflammaging = Entzündungsaltern

Als Inflammaging wird die Abnahme der Immunkompetenz mit zunehmendem Alter bezeichnet. Dabei spielen körperliche Inaktivität, Übergewicht, Rauchen, Fehlernährung und Stress eine wesentliche Rolle und beschleunigen den Immunalterungsprozess genauso wie stille Entzündungen. Stille Entzündungen können zu Arteriosklerose, Muskelabbau, Insulinresistenz führen und fördern die Entstehung von neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen.

Wenn du regelmäßig Sport treibst, greift dies hingegen positiv in die metabolischen (den Stoffwechsel betreffenden) Abläufe des Körpers ein, regt den Stoffwechsel an und beeinflusst Entzündungsprozesse positiv. Die dabei ausgeschütteten Botenstoffe (Myokine) wirken antientzündlich und ebenfalls immunregulierend. Wusstest du, dass die rhythmische Ausschüttung von Adrenalin währen der Bewegung Immunzellen aktiviert, die einer Entstehung von Krebszellen vorbeugen kann? Das Risiko für einige der häufigsten Krebsarten kannst du also durch regelmäßige Bewegung senken, ebenso deine Immunalterung und Infektanfälligkeit.

Mehr als 150 Min. Sport/Woche wirken sich wesentlich positiv auf Depressionen, Angst und Stress aus.

Und in einer Studie mit 100.000 Teilnehmern (Kopenhagener Herzprojekt) konnte gezeigt werden, dass gerade soziale Sportarten einen enorm positiven Effekt auf die Gesundheit haben.

Wenn das nicht ausreichend Gründe sind sich schnell einen guten Freund/in zu suchen und draußen in der Natur zusammen Sport zu treiben…

Orthomolekularmedizin bei Krebs – wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

Eine Krebserkrankung ist keine lokale Erkrankung, sondern vielmehr Ausdruck einer langjährigen Funktionsstörung im Körper. So entstehen in unserem Organismus täglich entartete Zellen, die aber normalerweise durch ein funktionierendes Immunsystem erkannt und aussortiert werden. Eine wichtige Basis für ein funktionierendes Immunsystem sind dabei Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (also Mikronährstoffe). Fast Food und industrielle Nahrungsverarbeitung haben jedoch inzwischen dazu geführt, dass ein Großteil dieser wichtigen Mikronährstoffe verloren gegangen ist.

Wenn du also mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wirst, solltest du spätestens dann eine vollwertige, naturbelassene Nahrung aus biologischem Anbau wählen um dem Körper die besten Heilungschancen zu geben.

Es ist jedoch in keiner Weise sinnvoll während einer Chemo- und/oder Strahlentherapie einfach wahllos Mikronährstoffe oder Antioxidantien wie hochdosierte B- und C-Vitamine oder Vitamin A in Selbstmedikation einzunehmen. Während einer Chemo- und/oder Strahlentherapie sind Nahrungsergänzungsmittel oft nicht indiziert, da sie die Wirkung abschwächen – hier solltest du vorsichtig sein und immer Rücksprache mit deinem behandelnden Onkologen nehmen.

Mikronährstoffe zur Rezidivprophylaxe bei Krebserkrankungen

Als Nachsorge bzw. im Hinblick auf die Verhinderung eines Rezidivs kann die gezielte Substitution wichtiger Stoffe jedoch zur Verbesserung der Lebensqualität und der Heilungschancen beitragen, da der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen bei vielen Patienten erhöht ist. Beispielsweise haben Nebenwirkungen der Chemo-/Strahlentherapie Schluckstörungen, Schleimhautschäden (Mukositis), Geschwüre und Übelkeit sowie Erbrechen mit entsprechenden Defiziten im Körper zur Folge. Appetitverlust ist eine Nebenwirkung fast aller Chemotherapeutika. Die Strahlentherapie hat bei vielen Betroffenen eine deutliche Fatigue (Müdigkeit/Erschöpfung) zur Folge. Bei Patienten mit Krebs sind oft auch schon bei Diagnosestellung niedrigere Konzentrationen an Spurenelementen wie Zink, Selen sowie Vitamin D nachweisbar.

Vitamin D als wirksamer Schutz vor Krebserkrankung

In einer Metaanalyse (Zusammenfassung mehrerer Studien) aus dem Jahr 2016 war ein Vitamin D-Status von über 40 ng/ml gegenüber einem Vitamin D-Status von 20 ng/ml mit einem um 70% reduzierten Risiko assoziiert, an Krebs zu erkranken. Wir wissen inzwischen auch, dass Gelenkschmerzen oder eine abnehmende Knochendichte unter der Therapie mit Aromatasehemmern (wie Letrozol) deutlich verringert werden. Sogar der Bedarf an morphinhaltigen Schmerzmitteln in palliativen Situationen konnte durch die Gabe von Vitamin D verringert werden. Du solltest den Ausgangswert immer laborchemisch bestimmen lassen und anstelle von Einmalgaben (z.B. 20.000 IE/Woche) Vitamin D täglich (für Erwachsene ca. 5000 IE) in Form einer öligen Zubereitung zur Hauptmahlzeit zu dir nehmen. Die Zieldosis bei allen Krebspatienten sollte 40-60 ng/ml sein.

Selen

Selen spielt bei der Kontrolle von oxidativem Stress und für die optimale Funktion der Immunzellen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Wir gehen inzwischen davon aus, dass Personen mit einer besseren Selenversorgung weniger häufig an Krebs erkranken. Aktuell wird davon ausgegangen, dass das Anheben des Selen-Serumspiegels die Nebenwirkungsrate nahezu aller Chemo- und Strahlentherapeutika verringern kann – der anzustrebende Spiegel liegt zwischen 130-150 µg/l, bei Mangel sollte das Seleniumsalz der Wahl Natriumselenit sein.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren gehören neben Vitamin D zu meinen Lieblings-Nährstoffen. Auch hier sind Krebspatienten häufig ernährungs- und therapiebedingt unterversorgt. Die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) wirken antikachektisch (d.h. gegen den Gewichtsverlust), antientzündlich und appetitanregend. Omega-3-Fettsäuren kommt auch hier vor allem in der Nachsorge eine sehr wichtige Rolle zu. In einer Metaanalyse mit 880.000 Frauen konnte gezeigt werden, dass eine hohe diätetische Aufnahme von EPA und DHA mit einem geringeren Brustkrebsrisiko verbunden ist und auch das Risiko des Wiederauftreten von Brustkrebs (Rezidivrisiko) senken kann. Docosahexaensäure ist in der Lage in Tumorzellen den Zelltod auszulösen. Der krebsschützende Effekt ist allerdings dosisabhängig. Vor dem Beginn der Einnahme sollte auch hier Laboranalyse von EPA und DHA erfolgen. Wenn du schon 1-2/Woche fetten Seefisch isst, hast du wahrscheinlich einen besseren Ausgangswert und benötigst weniger Omega-3-Fettsäuren. In der Regel wird eine tägliche Einnahme von 2-4 g EPA und DHA empfohlen. Für Vegetarier/innen steht hochreines Algenöl zur Verfügung.

L-Carnitin und Coenzym Q 10 können ebenfalls eine sinnvolle Unterstützung bei Krebserkrankungen sein. Viele chronische Erkrankungen sind mit einem Mangel an L-Carnitin assoziiert. Vor allem in Folge einer Chemotherapie (insbesondere mit Cisplatin oder Anthrazyklinen) entsteht ein Mangel. Im Rahmen einer Studie an über 70 Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von L-Carnitin einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Erschöpfungssymptomatik hatte, auch in Bezug auf Neuropathien (Nervenschädigungen), die oftmals als Folge einer medikamentösen Therapie auftreten. Ebenfalls gute Unterstützung bietet Coenzym Q10, ein sog. Vitaminoid. Die Chemotherapien führen gelegentlich zu Herzproblemen (durch Störung der zellulären mitochondrialen Energieproduktion), hier kann die Gabe von Coenzym Q10 helfen. Die Einnahme von Q10 zeigt bei Brustkrebspatientinnen nach überstandener Therapie gute Erfolge, die begleitende Fatigue kann durch Coenzym Q10 Substitution ebenfalls gut behandelt werden.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

In der Nachbehandlung und bei Folgeschäden von Tumorerkrankungen kann Vitamin C ebenfalls helfen. Oral reichen oft Gaben von 500-1000 mg/Tag aus. Bei intravenöser Gabe muss die sog. Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Aktivität vorweg bestimmt werden, denn in Einzelfällen kann es bei Mangel dieses Enzyms zu schweren Hämolysen (Auflösung von roten Blutkörperchen) kommen.

(Quelle: Natur und Medizin, September/Oktober 2023)

Möchtest du gerne deinen Vitamin-D-Wert in einen präventiv optimalen Bereich anheben oder eine Fettsäureberatung bzw. eine Vitamin-C-Infusion, melde dich gerne unter [email protected]

Bist du selbst von einer Krebserkrankung betroffen und suchst Hilfe bei der Krankheitsbewältigung/-akzeptanz, so biete ich auch stresssensible Begleitung an.

(Stille) Entzündungen als Grundlage chronischer Erkrankungen

Heute möchte ich dir etwas über stille Entzündungen, sog. silent inflammation, als Ursache vieler chronischer Erkrankungen (oder auch Zivilisationserkrankungen), darlegen. Viele assoziieren das Wort Entzündung nur mit einer körperlichen Reaktion, die infolge von Infektionen oder Verletzungen auftritt.

Stille Entzündungen sind hingegen Entzündungen, die zunächst unterschwellig und symptomlos sind und erst im Verlauf zu ,,lauten“ Entzündungen werden können – diese äußern sich dann z.B. durch Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen und können auch im Blut nachgewiesen werden.

Stille Entzündungen nachweisen

Entzündungsmarker im Blut können erste Hinweise auf das Vorliegen einer Neigung zu Entzündungen geben. Im Rahmen von symptomatischen Entzündungen ist häufig das CRP (C-reaktives Protein) mit > 5 mg/dl und eine BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) von > 10 mm/h auffällig. Auch leicht erhöhte Werte von 1-5 mg/dl können bereits Hinweise auf das Vorliegen einer Neigung zu Entzündungen sein.

Die Konsequenzen stiller Entzündungen

Viele unserer heutigen Zivilisationskrankheiten werden durch stille Entzündungen begünstigt – z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Diabetes mellitus, neurodegenerative Erkrankungen, psychiatrische Erkrankungen, Allergien, chronische Schmerzen und chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD). Auch das Darm-Mikrobiom spielt in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle, denn dieses soll als Initiator der Entzündungen fungieren. Ebenfalls spielen stille Entzündungen beim Alterungsprozess eine tragende Rolle

Ursachen stiller Entzündungen

Hauptsächlich zwei Ursachen sind verantwortlich für die Entstehung stiller Entzündungen:

  • Übergewicht – hierbei ist insbesondere erhöhtes viszerales Bauchfett relevant
  • ein ungünstiges Verhältnis von Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren im Körper, messbar durch den AA/EPA-Quotient (Verhältnis der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure zur Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure)

Hier kannst du gut Einfluss nehmen durch einen gesunden Lebensstil, denn diese beiden Ursachen sind durch eigenverantwortliches Handeln sehr gut vermeidbar bzw. therapierbar.

Die Fettsäureanalyse zur Bestimmung des AA/EPA-Quotienten

Möchtest du dich eigenverantwortlich um deine Gesundheit kümmern und herausfinden ob bei dir eine Neigung zu stillen Entzündungen besteht, dann kann ich dir die Durchführung einer Fettsäureanalyse ans Herz legen. Diese bietet neben erhöhten Entzündungsmarkern im Blut einen guten Hinweis auf eine möglicherweise bestehende stille Entzündung. Konkret gemessen wird der AA/EPA-Quotient, der Omega-3 Index sowie gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren.

Der AA/EPA-Quotient

Arachidonsäure ist eine Omega-6-Fettsäure und hat (wie Omega-6-Fettsäuren im Allgemeinen) eine entzündungsfördernde Wirkung. AA findet sich hauptsächlich in tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern. Sonnenblumen- und Distelöl als pflanzliche Quelle sind ebenfalls sehr reich an Omega-6-Fettsäuren, hier die Linolsäure, welch durch körpereigene Enzyme in Arachidonsäure umgewandelt wird. Eine zu hohe Zufuhr an Omega-6-FS bedeutet ein Zuviel an entzündungsfördernden Botenstoffen und damit die mögliche Entstehung von Entzündungen.

Fisch und Algen als Ursprung protektiver Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wird allgemein eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Neben der EPA gehört DHA (Docosahexaensäure) zu den wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Es ist nachgewiesen, dass die Supplementation von Omega-3-reichem Fischöl oder pflanzlichem Algenöl zu einer signifikanten Reduktion von Entzündungsparametern (z.B. TNF-Alpha, IL-6 und CRP) führt.

Durch die Bestimmung der Fettsäuren aus der Erythrozytenmembran mittels eines Selbsttests zu Hause kannst du also zusammenfassend den Quotienten von entzündungsfördernder Omega-6-FS zu entzündungshemmender Omega-3-FS im Körper bestimmen.

Das optimale Verhältnis von AA zu EPA

Als ,,essentiell“ müssen beide Fettsäuren über die Nahrung zugeführt werden – leider ist das Verhältnis dieser beiden Fettsäuren durch Fertigprodukte und die Dominanz tierischer Lebensmittel aus dem Gleichgewicht geraten, so dass das Gleichgewicht stark in Richtung Omega-6 verschoben ist. Der Durchschnitt der Bevölkerung hat heute ein Verhältnis von ca. 15:1 (Omega-6 zu Omega-3). Therapeutisch anzustreben ist ein Verhältnis von maximal 2,5:1, im Rahmen von Prävention ist auch ein Verhältnis von 5:1 akzeptabel.

Wie sieht die Therapie aus?

Wenn du unter chronischen Erkrankungen leidest und die Waage zwischen Omega-6 und Omega-3 wieder ins Gleichgewicht bringen möchtest, empfiehlt sich natürlich zunächst die

  • Reduktion der Zufuhr an Omega-6-FS
  • Erhöhung der Zufuhr an Omega-3-FS

Besonders die Reduktion von Übergewicht und körperliche Betätigung ist ein effektives Mittel um Entzündungsmarker zu reduzieren. Darüber hinaus empfehle ich dir eine ausreichend hohe und regelmäßige Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren, mindestens 2000 mg/Tag.

Es ist wichtig bei Erkrankungen die tieferliegenden Ursachen zu erforschen. Leider werden heutzutage im Rahmen von 5-Minuten-Medizin häufig nur Symptome kaschiert, die nur kurzfristig zu einer Besserung führen.

Fisch ist leider zunehmend mit Schwermetallen belastet, so dass sich eher die Einnahme eines von Schwermetallen, PCBs und Schadstoffen befreiten Fisch- oder Algenöls empfiehlt.

Nach ca. 3 Monaten empfiehlt sich eine Kontrolle des Fettsäure-Musters durch eine Fettsäure-Analyse, um zu überprüfen ob sich die Werte in den gewünschten Zielbereich verschoben haben.

Schlussfolgerung

Zahlreiche Erkrankungen wie kardiovaskuläre Erkrankungen, die weltweit als führende Todesursache gelten, stehen im Zusammenhang mit stillen Entzündungen. Stille Entzündungen sind daher ein Risikofaktor und sollten daher frühzeitig behandelt und vermieden werden.

Fettsäureberatung in Lübeck

Als zertifizierte Omega-3-Fettsäureberaterin helfe ich dir gerne deinen AA/EPA-Quotienten zu optimieren und so vielen Erkrankungen vorzubeugen oder auch, im Falle bereits bestehender Erkrankungen, den wahren Ursachen auf den Grund zu gehen.

Bluthochdruck aus ganzheitlicher Sicht

Bluthochdruck bleibt oft unbemerkt, richtet aber auf Dauer erhebliche Schäden an unseren Gefäßen an und ist ein großer Risikofaktor für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Zustand unserer Gefäße bestimmt aber unsere Lebensqualität im Alter. Nur selten liegen dem Bluthochdruck andere organische Ursachen (wie z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein Tumor des Nebennierenmarks) zugrunde. Häufig wird eine Hypertonie (Hochdruck) als ,,essentiell“ bezeichnet, d.h. ohne erkennbare Ursache – aber auch das stimmt aus ganzheitlicher Sicht natürlich nicht, denn der Körper tut immer sein Bestes um sich zu ,,regulieren“.

,,Medicus curat, natura sanat“ – lat. für der Arzt behandelt, die Natur heilt… (Hippokrates von Kos)

Modernes Leben als Ursache für Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine Zivilisationskrankheit und viele unserer modernen Lebensgewohnheiten fördern die Entstehung des hohen Drucks in den Gefäßen, z.B. das ständige ,,unter Druck stehen“, somit der überwiegend sympathikotone Zustand unseres Nervensystems, also der erhöhte Stresslevel. Doch anstatt sich eingehender mit den wirklichen Ursachen des aus der Balance gekommenen Organismus zu beschäftigen, wird, wie so oft in der Schulmedizin, rein symptomatisch behandelt und Medikamente verordnet. Ganz abgesehen davon, dass Bluthochdruck eine der Krankheiten ist mit der geringsten Compliance bei der Medikamenteneinnahme, dient dieses Vorgehen nur der Aufrechterhaltung unseres in vielen Teilen unmenschlichen gesellschaftlichen Systems und der Pharmalobby. Zur Regulation unseres vegetativen Nervensystems benötigen wir beispielsweise auch zwingend den Kontakt zu anderen Menschen, Verbundenheit, Sinn spendende Tätigkeit – ohne diese Zugehörigkeit zu einer ,,Familie“, einer Gemeinschaft entwickeln wir ein Gefühl des ,,Getrenntseins“, aus meiner Sicht eine der Hauptursachen für psychische Erkrankungen, die wiederum mit einem erheblich erhöhten Stresslevel einhergehen. Tiefenpsychologisch und entwicklungsgeschichtlich bedeutet Ausschluss aus der Gruppe Tod…

Was kann ich aus ganzheitlicher Sicht tun um Bluthochdruck entgegenzuwirken bzw. zu behandeln?

Alles, was hilft, Anspannung bzw. Stress zu regulieren, kann zu einer Normalisierung des Bluthochdrucks beitragen. Chronischer Stress kann nicht nur langfristig zu Bluthochdruck führen, sondern führt auf Zellebene auch über einen Cortisol-gesteuerten Prozess zu einer Dysfunktion unserer Zellkraftwerke (der Mitochondrien) und damit zu einer Fehlfunktion der Energieproduktion in Muskeln und Organen. Bluthochdruck ist also (auch wenn man eigentlich das Gegenteil vermuten würde) eigentlich eine ,,Energiemangelkrankheit“. Nach neuesten Studien verursacht chronischer Stress ein Ungleichgewicht im Renin-Angiotensin-System (ein den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt regulierendes Hormonsystem des Körpers).

Neben dem Gefühl der Verbundenheit mit anderen ,,sicheren“ Lebewesen, ist beispielsweise moderater, nicht kompetitiver Ausdauersport eine der gesündesten Arten Stress abzubauen.

Ernährungsmedizin und Orthomolekularmedizin bei der Behandlung von Bluthochdruck

Die Aufnahme natürlicher Antioxidantien aus Obst und Gemüse senkt Bluthochdruck, da die zelleigene Regulation verbessert wird. 3 Portionen frisches Gemüse und 2 Portionen frisches Obst sollten es täglich mindestens sein. Eine Portion entspricht dabei einem Handmaß, also einer Hand voll. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe verringern das Risiko der Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck. Ganz eindeutig blutdrucksenkend wirkt auch Magnesium, da Magnesium die Blutgefäße entspannt. Die Plasma-Spiegel von Vitamin C sind invers mit dem Blutdruck korreliert, denn Vitamin C verbessert die Reaktion des Körpers auf Stress. Omega-3-Fettsäuren, Folsäure und Coenzym Q10 können ebenfalls zu einer Regulation des Blutdrucks beitragen. Auch bei Flavonoiden, wie sie im Kakao und grünem Tee vorkommen, wurde eine antihypertensive Wirkung nachgewiesen.

Da ich mich sehr für Ernährungsmedizin interessiere, möchte ich dich zum Schluss noch auf eine neu gegründete Ölmühle hinweisen, die hochwertigste pflanzliche Öle in Rohkostqualität vertreiben. Durch die Aufnahme hochwertiger Öle verbessern wir unseren Omega-3-Index. Heutzutage überwiegt die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren und damit von entzündungsfördernden Fetten. Mit dem täglichen Verzehr eines Esslöffels hochwertigen Oliven-, Lein-, Kokos- sowie Omega-3-Öls können wir unserem Körper viel Gutes tun und Entzündungsprozessen und damit zivilisatorischen Erkrankungen vorbeugen.

Wunderbares Lein- und Kokosöl findest du bei Oleo Oele:

Super Omega-3-Öle gibt es bei Norsan:

Omega-3

Omega-3: Intelligenz ist essbar

antientzündlich und unentbehrlich für das Gehirn, Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System

Um deine zelleigenen regulativen Prozesse gut zu unterstützen und somit dein wundervolles Wesen vor Schaden zu bewahren, kannst du zu Beginn schon einmal über die regelmäßige Einnahme folgender Substanzen nachdenken:

  • 5000 IE Vitamin D
  • 100-200 Mikrogramm K2-MK7
  • 250 mg Magnesium (s. auch hier meinen Artikel zu Magnesium)
  • 15-30 mg Zink
  • 2000 mg Omega-3-Fettsäuren (DHA + EPA, bevorzugt aus Mikroalgen)

Dies sind Richtwerte, mit denen du aus meiner Sicht nicht viel falsch machen kannst – diese können natürlich individuell (je nachdem, welche Vorerkrankungen bereits vorliegen oder welche Medikamente eingenommen werden) sehr schwanken – wer also richtig viel für die eigene Zellgesundheit tun will, kann auch jemanden kontaktieren, der sich mit Orthomolekularmedizin auskennt, um die Versorgung des eigenen Organismus im Blut zu testen.

Gerade in den letzten 2,5 Jahren hat sich unser Leben erheblich geändert und mir ist klar geworden, wie wichtig es ist, aus der Fülle an Informationen, die uns rein theoretisch jederzeit zugänglich sind, gut auszuwählen und diese dann auch zu verarbeiten, bzw. in die eigene Lebenswelt sinnvoll zu integrieren. Hierfür ist auch essenziell wichtig, dass wir uns um die optimale Funktion unseres Gehirns proaktiv kümmern. Denn das menschliche Gehirn ist das komplexeste Organ, das die Natur je hervorgebracht hat, aber leider nutzen wir nur einen Bruchteil unseres geistigen Potenzials, und in der Tendenz kann man wohl sagen, dass wir in einer psychisch immer kränkeren und geistig ärmeren Gesellschaft leben.

,,Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ (Francis Picabia, 1879-1953)

Unser Gehirn benötigt 20% des Gesamtenergieverbrauchs, obwohl es im Durchschnitt nur 2% unserer Körpermasse ausmacht. Es hat einen sehr hohen Fettgehalt, > 50% der Trockenmasse des Gehirns besteht aus Lipiden (Fetten). Eine Schlüsselrolle bei allen geistigen Funktionen spielen die essentiellen Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure). Wenn du schon einige meiner Artikel gelesen hast, dann ist dir bestimmt aufgefallen, dass ich immer wieder chronische (oder stille) Entzündungen als Folge von chronischem Stress als Ursache vieler Erkrankungen erwähne. Omega-3-Fettsäuren wirken ausgeprägt antientzündlich und ermöglichen damit u.a. den Schutz unserer Telomere (dies sind die Schutzkappen auf unseren Chromosomen), d.h. sie wirken dem allgemeinen Alterungsprozess und damit auch der Entstehung degenerativer Erkrankungen entgegen.

Welche Funktionen erfüllt DHA im Gehirn?

Gerade unser Gehirn ist essentiell auf die tägliche Zufuhr von DHA angewiesen, denn denken ohne DHA wäre nicht möglich. DHA ermöglicht die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und sorgt für eine schnelle Signalübertragung an den Synapsen. Es fördert die Reparatur von Nervenzellen, blockiert den Untergang von Neuronen (Nervenzellen) und verbessert durch Verbesserung der Plastizität des Gehirns auch unsere Lernfähigkeit. Da DHA als hormonartige Substanz auch die Entstehung sowie das Wachstum neuer Nervenzellen stimuliert, ist eine ausreichende Versorgung auch gerade im Kindesalter für das Wachstum des Gehirns von entscheidender Bedeutung. Um bei unseren Kindern die Kreativität, das Selbstbewusstsein, die Willenskraft und das Durchhaltevermögen zu steigern, brauchen sie ausreichend aquatisches (marines) DHA.

Im Erwachsenenalter schützen wir uns durch ausreichend DHA ebenso vor Erkrankungen wie Alzheimer und anderen Demenzen sowie psychischen Erkrankungen, denn DHA reduziert oxidativen Stress und dessen Folgen.

Gibt es noch andere Funktionen, die DHA und EPA in meinem Organismus erfüllen?

Wie schon ausgeführt ist DHA extrem wichtig für die Funktion deines Nervensystems. Aquatische Omega-3-Fettsäuren (und dazu gehört ja auch EPA) erfüllen durch ihre antientzündliche Wirkung aber noch andere protektive Aufgaben im Körper. EPA ist Bestandteil aller Zellmembranen deiner Körperzellen. Je höher der Anteil an Omega-3-Fettsäuren in unseren Membranen, desto flüssiger bzw. mobiler werden sie – die Reaktionsfähigkeit sämtlicher Körperzellen wird gesteigert und unsere Blutgefäße werden geschützt, indem die Gefäßwände flexibel und elastisch bleiben – so wird dein Herz-Kreislauf-System geschützt und für einen normalen Blutdruck gesorgt.

Kann unser Organismus DHA und EPA selbst herstellen?

Obwohl DHA und EPA so sehr wichtig für uns sind (man spricht hier von essentiellen Fettsäuren), können wir sie nur extrem ineffizient und unzureichend selbst herstellen. Zu vermuten ist also, dass im Laufe der Evolution zunächst kein Mangel an diesen so wichtigen Nährstoffen geherrscht haben kann, denn obwohl aquatische Omega-3-Fettsäuren extrem wichtig für unsere intellektuelle, soziale und geistige Fitness sind, hat die Natur aus Gründen der Energieeffizienz darauf verzichtet, die Voraussetzungen zu schaffen, dass wir dieses antientzündliche Hirnelixier selbst herstellen können. Tatsächlich hat sich der Mensch im Laufe seiner kulturellen Entwicklung vom altsteinzeitlichen Fischer und Sammler zum neusteinzeitlichen Viehzüchter und Ackerbauer entwickelt – leider auf Kosten unseres Gehirns, denn ausreichend Omega-3-Fettsäuren finden sich vor allem in fettreichen Kaltwasser-Meeresfischen, und so ist diese Entwicklung mit einem sukzessiven Verlust an Omega-3-Fettsäuren und einer schrittweisen Verkleinerung des Gehirns einhergegangen. Es ist schon ziemlich erschreckend, aber Forscher gehen davon aus, dass im Laufe der Evolution das menschliche Gehirn beim Übergang von der altsteinzeitlichen Fischwirtschaft zur neusteinzeitlichen Agrarwirtschaft aufgrund des zunehmenden Verlustes der Fettsäuren um 11% geschrumpft ist. Überversorgt sind wir inzwischen nur noch mit Omega-6-Fettsäuren, die wir in vielen Speiseölen und tierischen Produkten finden und die einen eher entzündungsfördernden Effekt haben.

Ich esse jeden Tag Leinöl – reicht das nicht aus?

Leider nein, denn das von vielen empfohlene Leinöl hilft unserem Organismus nur wenig – die darin enthaltene Alpha-Linolensäure (ALA) kann nur sehr ineffizient zu EPA umgewandelt werden. Und aus diesem mühsam fabrizierten EPA wird wiederum ein noch geringerer Anteil in die für unsere Nervenzellen so essenzielle Fettsäure DHA umgewandelt. Pflanzliche Quellen (auch Chiasamen, Walnüsse und Rapsöl) sind somit so gut wie unbrauchbar, um dem Körper DHA und EPA zuzuführen. Bis auf eine Ausnahme, und die kommt wiederum aus dem Meer.

,,Die kleinste Bewegung ist für die ganze Natur von Bedeutung; das ganze Meer verändert sich, wenn ein Stein hineingeworfen wird.“ (Blaise Pascal, 1623-1662)

Mikroalgen, wie Schizochytrium sp. sind Bestandteile des Planktons (Plankton altgriechisch für ,,das Umherirrende“). Plankton generell umfasst alle Organismen, deren Schwimmrichtung im Meer von der Strömung vorgegeben wird. Mikroalgen haben die fantastische Fähigkeit, aus Licht und Kohlendioxid aquatische Omega-3-Fettsäuren zu bilden. So können wir unsere bestehende biologische Abhängigkeit von der äußeren Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren durch aus Mikroalgen gewonnenes Omega-3-reiches Öl stillen. Während sich in den meisten Fischen durch die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere auch immer mehr toxische Schwermetalle, Pestizide und Mikroplastik anreichern, bietet die Zucht von Mikroalgen die Möglichkeit, Omega-3-reiches Öl auf ökologisch völlig unbedenkliche Art und Weise in unbegrenzter Menge zu produzieren. So können wir unseren Bedarf an DHA und EPA einfach durch die tägliche Zufuhr einer geringen Menge an Algenöl sichern und damit enorm vielen Erkrankungen präventiv entgegenwirken.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar interessante Fakten zu Omega-3-Fettsäuren darlegen – wie sie helfen, entzündlichen Prozessen und damit chronischen Erkrankungen entgegenzuwirken und unsere Gehirngesundheit fördern. Aus meiner Sicht kann DHA- und EPA-reiches Algenöl ein toller Bestandteil deiner täglichen Selbstfürsorge sein.

Tolle Produkte, weitere Informationen und einen sehr guten Kundenservice gibt es hier: www.norsan.de

Hast du weitere Fragen – melde dich gerne bei mir!

Zink als Spurenelement

Zink – wichtiges Spurenelement für das Immunsystem

Je mehr wir uns mit unserem eigenen Körper und dessen Funktionsweise beschäftigen, desto unabhängiger können wir Entscheidungen in Bezug auf unsere eigene Gesundheit treffen. Viele Dinge sind im Grunde banal, und wenn wir einmal die grundlegenden Mechanismen verstanden haben, fällt es uns leichter zu erkennen, wenn uns jemand einen Bären aufbinden will oder zumindest irgendetwas in der Argumentationskette hakt. 

,,Selbstdenken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.“
– Bettina von Arnim (1785-1859)

Der nächste Winter kommt bestimmt und mit ihm wieder die Zeit der vermehrten Virusinfektionen – derweil inzwischen relativ klar ist, dass drakonische und tief unmenschliche Maßnahmen wie Lockdowns und G-Regeln nicht dazu führen, dass ein schnell mutierendes RNA-Virus in der Ausbreitung gehemmt wird, wird für die nächste Saison bereits über neue freiheitsbeschränkende Regeln diskutiert, derweil niemand weiß welche Virusvariante im Herbst unterwegs sein wird. 

Zeit in die Eigenverantwortung zu gehen und friedlichen Widerstand zu leisten – am besten, indem man sich keine Angst machen lässt.

Also – kümmere dich um deinen Vitamin-D-Spiegel, beschäftige dich mit gesunder Lebensweise, unterstütze dein Immunsystem und – schalte den Fernseher ab 😉

Heute möchte ich dir mehr über Zink erzählen. Zink ist eines der am meisten vernachlässigten Spurenelemente und elementar wichtig für unser Immunsystem. Nach heutigen Schätzungen ist es bei der Synthese oder Hemmung von > 3000 Enzymen im menschlichen Körper notwendig. Enzyme sind Biokatalysatoren, die bei der Aufrechterhaltung unserer Zellgesundheit sehr wichtig sind. Nach Eisen ist Zink das am häufigsten vorkommende Spurenelement im Körper, der Gesamtbestand im Organismus beträgt ca. 2-4 g, dies ist für ein Spuren(!)element enorm viel. Die Aufgaben von Zink sind vielfältig – Zink ist ,,kann alles“ und 

  • ist wichtig für die Bildung der Vitamin-D-Rezeptoren
  • ist Teil der DNA- und RNA-Polymerase (ebenfalls ein Enzym!) und damit wichtig bei der Zellneubildung 
  • ist bei der Produktion zahlreicher Hormone beteiligt
  • hilft beim Schutz vor freien Radikalen
  • ist beteiligt bei der Freisetzung von Neurotransmittern im Gehirn
  • spielt eine große Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels, weshalb du (falls du an einem Diabetes mellitus erkrankt bist) unbedingt einmal einen in Nährstoffmedizin fachkundigen Arzt auf die Bestimmung des Zinkspiegels aufmerksam machen solltest
  • ist wichtig innerhalb des Vitamin-A-Stoffwechsels, indem es die Umwandlung von Beta-Karotin in Vitamin A fördert
  • ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen Schwermetallbelastungen
  • ist wichtig für die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und für die Spermienqualität

Bei folgenden Symptomen solltest du an einen Zinkmangel denken und im besten Fall sogar einmal eine Vollblutmineralanalyse (s. unten) bei jemand Fachkundigem durchführen lassen: 

  • geschwächtes Immunsystem bzw. erhöhte Infektanfälligkeit
  • Haarausfall 
  • trockene, schuppige Haut oder Akne
  • Störungen des Geruchs- und Geschmackssinnes (z.B. auch nach einer Covid-19-Infektion)
  • chronische Entzündungen 
  • auch bei Krebs sollte an Zink als komplementäre Therapieoption gedacht werden
  • chronische Müdigkeits- und Erschöpfungssymptome (Long Covid?)

Zink als Helfer beim Schutz vor Coronaviren

Jede Art von Infektion (egal ob bakteriell oder viral) stellt im Grunde eine Entzündungsreaktion dar und führt somit auf Zellebene zu Stress und zu einem vermehrten Verbrauch an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. RNA-Viren (wie Grippe- und Coronaviren) brauchen eine Wirtszelle zur Vermehrung – ein optimaler Zinkspiegel kann daher im Zellinneren dazu beitragen, die Vermehrung dieser Viren zu hemmen. Damit wird die Virulenz, das heißt der krankmachende Effekt, reduziert – du erkrankst dann noch, aber weit weniger stark. 

Da Zink sehr gute antivirale Eigenschaften hat, wirkt sich ein Zinkmangel negativ auf das Immunsystem aus und erhöht die Anfälligkeit für bakterielle und virale Infektionen. 

Bei akuten Infektionen gilt daher der therapeutische Effekt von Zink als gesichert und kann bei viralen Atemwegsinfekten (also auch bei Covid-19) die Länge und Schwere von Erkrankungen signifikant verringern. Solltest du also bislang Zink nicht präventiv eingenommen haben, so ist dies auch nach Symptombeginn auf jeden Fall ratsam. Es gibt so- genannte Zink- und Vitamin-C-Schock-Therapien, die du bei Infektionen durchführen kannst – möchtest du hierzu mehr wissen, melde dich gerne bei mir ☺.

Auch Kinder sind im Jahresverlauf oft von Virusinfektionen betroffen – hier Bedarf es in den allermeisten Fällen keines Antibiotikums – Zink-Lutschtabletten (z.B. mit Zink-Acetat) können sehr hilfreich sein. Zink in Form von Lutschtabletten ist im Falle einer Infektion generell empfehlenswert, da so der direkte Kontakt der Zinkionen mit der Virusoberfläche gewährleistet wird.

Zink in Lebensmitteln 

Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) liegt der tägliche Bedarf an Zink bei mind. 10 (Frauen) und bei 16 mg (Männer), dies kann aber individuell und je nach bestehenden Vorerkrankungen sehr (!) verschieden sein und ist nur als absolute Mindestzufuhr zu verstehen. Zinkhaltige Lebensmittel (ich bin Vegetarierin, daher zähle ich hier nur die Vegetarischen auf) sind weiße Bohnen, Haferflocken, Buchweizen, Kürbiskerne, Linsen und Sonnenblumenkerne.

Präventive Einnahme von Zink 

Zur präventiven Stärkung deines Immunsystems kann die Einnahme von 15-30 mg Zink/Tag empfohlen werden. Positiver Nebeneffekt – du kommst ins Handeln, das heißt, deine Selbstwirksamkeit wird erhöht.

Nach Uwe Gröber (einem der führenden Mikronährstoffexperten im deutschsprachigen Raum) beträgt der tägliche Bedarf an Zink ca. 0,25-0,5 mg Zink pro kg KG. Ich empfehle dir, Zink nüchtern ca. 30 Min. vor dem Essen einzunehmen – hier solltest du allerdings etwas achtsam vorgehen, denn zu viel Zink auf nüchternen Magen kann manchmal zu Übelkeit führen. Da kann es helfen, Zink nicht gleich morgens einzunehmen, sondern im Tagesverlauf. Zink ist gebunden an verschiedene Salze erhältlich – hier kann man Verschiedenes testen, solltest du etwas nicht vertragen.

Leidest du bereits unter oben beschriebenen Symptomen, so ist sicherlich zunächst die Bestimmung deines Zinkspiegels ratsam. Auch nach Covid-19-Infektionen mit bleibendem Geruchs- und Geschmacksverlust sowie im Rahmen der Abklärung eines möglichen Long Covid Syndroms muss aus meiner Sicht dafür gesorgt werden, dass zunächst eine mögliche Unterversorgung des Organismus mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen auf Zellebene abgeklärt wird. 

Wie kann ich meinen Zinkspiegel bestimmen lassen?

98% des gesamten Zinkbestandes findet sich intrazellulär – willst du also wissen wie dein Körper mit Zink versorgt ist, um dich proaktiv um ihn zu kümmern, so ist es ganz wichtig, Zink im Vollblut bestimmen zu lassen und nicht im Serum, denn nur so erhältst du eine Aussage darüber, wie es um deinen Zinkspiegel innerhalb der Zellen bestellt ist. Man nennt dies eine Vollblutmineralanalyse. Diese kostet ca. 50€. Gleichzeitig können andere Mineralien wie zum Beispiel Magnesium mitbestimmt werden, so kann dann eine individuelle therapeutische Dosierung besser festgelegt werden.

Du siehst – es lohnt sich dir Wissen anzueignen, um dein wunderbares Wesen bei der Gesunderhaltung zu unterstützen und nicht auf Panikmache reinzufallen. 

Hast du Fragen oder möchtest eine individuelle Beratung – meld dich gerne bei mir!

Hab viel Freiheit, Licht und Liebe!

Bild von Von Alchemist

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