Die heilende Beziehung (von David Rotter)

Eine Beziehung von zwei bewussten Menschen, denen all dies (Projektionen und andere Wahrnehmungsstörungen) klar ist, birgt ein immenses Potenzial zur Heilung. Aber sie verlangt mehr von uns, als es auf den ersten Blick scheint.

Die grundsätzliche Illusion der Sicherheit, einer der Hauptgründe, warum wir Beziehungen überhaupt so sehr brauchen, hat keinen Platz in einer heilenden Beziehung. Loyalität, Freundschaft, Verlässlichkeit – all dies ja, aber keine Illusionen mehr, mit all ihren Besitzansprüchen, den Kontrollbedürfnissen und der gegenseitigen Sabotage. Heilung kann nur geschehen in einem Raum von Freiheit, in dem jeder authentisch sein darf, wer er oder sie ist. So selbstverständlich das in der Theorie klingen mag, so schwierig ist es oft zu leben. Und bei Freiheit geht es hier nicht um freie Liebe und wahllosen Sex, sondern darum, den anderen in keiner Weise kontrollieren zu wollen, ihm den Raum zur Entfaltung zu geben, ihn blühen zu lassen. Darum, jede Sekunde die Entscheidung füreinander neu zu treffen.

Eine heilende Beziehung verlangt von beiden Partnern vollständige Bewusstheit über Projektionen und ein ständiges Hinterfragen. Sie beinhaltet die Verabredung, immer zuerst bei sich selbst zu schauen – vor allem dann, wenn es am meisten weh tut. Sie verlangt von beiden, dass der andere gehalten werden kann, wenn er in Projektionen versinkt – eine Aufgabe die große Integrität und Sensibilität erfordert, denn oft sind die Projektionen mit sehr viel Emotion aufgeladen. Beide Partner müssen den jeweils anderen vollständig als Therapeut und Lehrer anerkennen, müssen es lernen zuzugeben, wenn sie projizieren und bereit sein, Hilfe von ausgerechnet der Person anzunehmen auf die sie eigentlich projizieren. Totaler Respekt, tiefes Mitgefühl und bedingungsloses Vertrauen sind dafür Voraussetzung. Machtspielchen haben hier keinen Platz, Schwäche und Stärke, Rechthaben und Schuld sind Konzepte, die in einer solchen Beziehung ihre Bedeutung mehr und mehr verlieren.

Die heilende Beziehung erfordert von uns die Kraft und den Mut, hunderte, vielleicht tausende Male über unseren Schatten zu springen. Den Raum und das Herz immer und immer wieder zu öffnen, selbst wenn in uns starke Emotionen wirken und alles in uns nur weglaufen und sich verschließen möchte. Wir lernen, Schwäche und Irrtum zuzugeben, uns mit dem Schmerz zu zeigen, hierzubleiben, alles hineinzulegen in das Feld des Vertrauens, dass wir mit dem Partner kreieren. Und wir lernen auch uns nicht mehr selbst zu beschränken, unsere Stärke bedingungslos zu leben, unsere Wahrheit zu sprechen. Wenn das gelingt, geschehen Wunder.

Gedicht von Kwabena Foli

Hier eines meiner Lieblingsgedichte des multidisziplinären Künstlers Kwabena Foli:

you don`t have to love yourself 

in order for me to love you back/

you must love yourself in order 

to receive the love I`m giving you

Nur wenn wir uns selber lieben oder vielmehr wertschätzen (auch mit unseren Schattenanteilen, mit dem was keiner sehen darf – allem verletzten, unperfekten) gelingt es uns uns für das Wunder des Lebens zu öffnen. Niemand ist jemals nur gut oder schlecht. 

Die Welt hört dann auf zerrissen zu sein in Gut und Schlecht und das Leiden wird weniger, weil unser Widerstand gegen scheinbar Schlechtes abnimmt. So wünsche ich dir heute auch deinen eigenen Schatten mit Wertschätzung zu begegnen, sie zu integrieren – dann hört die Angst auf und die Dinge beginnen sich zu wandeln. Widerstand gegen das was wir sind frisst unsere Energie.

Wir sind immer alles – zerbrochen und ganz.

Kristin Jonak

Unsere tiefste Angst

,,Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, fantastisch und talentiert sein darf?

Wer bist du denn, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient der Welt nicht.

Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich selbst kleiner machst, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.

Wir sollen alle strahlen wie die Kinder.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.

Sie ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem Einzelnen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, befreit unsere Gegenwart andere ganz von selbst.“

(Marianne Williamson)

Ganzheitliche Ärztin und Zertifizierte Vitamin-D und Mikronährstoffberaterin

Liebe die ganze Menschheit

Ich möchte mit dir inspirierende Worte von Shri Babaji Haidakhan teilen. Shri Babaji Haidakhan war ein indischer Yogi. Die 3 wesentlichen Punkte seiner Lehre waren Einfachheit, Wahrheit, Liebe.

Liebe die ganze Menschheit

Liebe die ganze Menschheit!

Hilf allen Lebewesen!

Sei glücklich! Sei höflich!

Sei eine Quelle unerschöpflicher Freude!

Erkenne GOTT und das Gute in jedem Gesicht!

Kein Heiliger ist ohne Vergangenheit,

kein Sünder ohne Zukunft.

Sprich Gutes über jeden!

Kannst du für jemanden kein Lob finden,

so lasse ihn aus deinem Leben gehen!

Sei originell! Sei erfinderisch!

Sei mutig! Schöpfe Mut – immer und immer wieder.

Ahme nicht nach! Sei stark! Sei aufrichtig!

Stütze dich nicht auf die Krücken anderer!

Denke mit deinem eigenen Kopf!

SEI DU SELBST!

Alle Vollkommenheit und Tugend GOTTES sind in dir verborgen – offenbare sie!

Auch Weisheit ist bereits in dir – schenke sie der Welt!

Lasse zu, dass die Gnade Gottes dich freimacht!

Lasse dein Leben das einer Rose sein,

schweigend spricht sie die Sprache des Duftes.

Also das hört sich schon ziemlich heilig an, oder? Aus meinem Gefühl geht es aber nicht darum, dass wir (blind für unsere eigenen dunklen Anteile) allen helfen und keine Grenzen setzen. Im Gegenteil – wenn wir keine gesunden Grenzen setzen können, schaden wir uns selbst damit. Und je mehr wir uns selbst übergehen – desto schlechter können wir auch anderen ,,dienen“. 

Es ist aber auch so – wenn wir vorschnell über andere urteilen, urteilen wir in Wahrheit über uns, denn dein Gegenüber ist immer ein Spiegel deiner Selbst. Alles was wir anderen an Schmerz (sei es psychisch oder physisch) zufügen, fügen wir auch unserer eigenen Seele zu. Ich möchte dich daher zunächst einladen vorsichtig mit deinem Urteil zu sein. Vielleicht kannst du gerade von den Menschen, die dich am meisten irritieren, unglaublich viel lernen. Sei vorsichtig mit deinem Urteil – versuche zunächst anzuerkennen, wenn lieben nicht sofort möglich erscheint. So kommen wir uns selbst immer näher….

Schlaue Worte, nicht wahr? Weißt du warum ich das schreibe? Weil ich selbst Meister im Urteilen und Verurteilen war, inzwischen bemühe ich mich – immer öfter… ☺

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